1Das Modul „Weine“
Wie ein Weinkonto im Kellerbuch, nur digital: Jeder Wein, den Du im Keller führst, steht in dieser Liste – mit Weinnummer, Jahrgang, Bezeichnung und dem Behälter, in dem er gerade liegt. So weißt Du jederzeit, welcher Wein wo liegt, ohne im Keller nachsehen zu müssen.
Rechts oben wählst Du das Produktionsjahr – so vergleichst Du auf einen Blick, wie sich Deine Weine über die Jahrgänge entwickelt haben. Über das Suchfeld findest Du einen Wein auch mit nur einem Teil des Namens, mit Filter anzeigen grenzt Du die Liste weiter ein. Mit Neu anlegen kommt ein neuer Wein dazu, mit Download holst Du Dir die Liste als Datei – praktisch, wenn Du die Zahlen außerhalb brauchst.
Klickst Du einen Eintrag an, klappt er auf und zeigt den ganzen Weg des Weins als Zeitverlauf: Ernte, Stoffzugabe, Umlagerung, Abstich, Abfüllung bis zum aktuellen Zustand. Daneben siehst Du den Bestand, und über Vorgang erfassen trägst Du einen neuen Arbeitsschritt direkt ein – auch am Handy unten im Keller, während Du am Tank stehst. Die Symbole am rechten Rand führen Dich zum Bearbeiten, zum Datenblatt als PDF und zur Auswertung der Messwerte.
2Neues Weinkonto anlegen
Bevor Du Arbeitsschritte, Messungen oder Zugaben eintragen kannst, legst Du dem Wein ein eigenes Konto an. Zwingend ist dabei nur die Weinnummer – sie ist Dein Ordnungsmerkmal im Keller und muss eindeutig sein. Jahrgang und Art der Abfüllung sind schon vorbelegt, Du änderst sie nur, wenn es abweicht.
Bezeichnung, Typ, Geschmacksrichtung und Qualitätsstufe füllst Du am besten gleich mit aus, soweit es schon feststeht. Steht die Qualitätsstufe erst nach der amtlichen Prüfung fest, lässt Du das Feld offen und trägst es später nach – das Konto bleibt so lange bearbeitbar, bis Du den Wein abschließt.
Unter „Zusammensetzung“ suchst Du die Rebsorten heraus und legst ihre Anteile fest. Das lohnt sich früh: Beim Verschnitt rechnet Vinou die Anteile automatisch weiter, und für Datenblatt und Etikett stimmen die Angaben dann von allein. Mit dem grünen Knopf unten rechts speicherst Du das Konto.
3Besondere Funktionen
Manchmal brauchst Du Deine Weine nicht am Bildschirm, sondern schwarz auf weiß – für die Weinkontrolle, die Buchhaltung oder die eigene Ablage. Genau dafür sitzt oben rechts das Download-Menü mit drei Ausgaben: einer Übersicht zu einem bestimmten Stichtag und zwei Exporten Deiner Weinliste, einmal zum Weiterarbeiten und einmal für die Datenübergabe.
Was Du dabei bekommst, richtet sich nach dem gewählten Produktionsjahr und den Filtern, die gerade gesetzt sind – Du lädst also immer genau den Ausschnitt herunter, den Du auch vor Dir siehst.
3.1Weinübersicht zum Stichtag
Willst Du wissen, wie Dein Keller an einem bestimmten Tag ausgesehen hat – etwa zum Jahreswechsel oder vor einem Kontrollbesuch –, stellst Du Dir in diesem Fenster genau diese Übersicht zusammen. Vinou rechnet die Bestände auf den gewählten Tag zurück, Du musst also nichts von Hand nachhalten.
Zwei Angaben zählen wirklich: der Stichtag und der Dateityp. Als PDF bekommst Du eine Übersicht zum Ausdrucken und Ablegen, Excel und CSV eignen sich zum Weiterrechnen, JSON für die Übergabe an andere Programme. Wählst Du keinen Jahrgang aus, sind automatisch alle dabei – einzelne Jahrgänge schaltest Du nur zu, wenn Du die Auswertung eingrenzen willst.
Bei der Gruppierung entscheidest Du, wie die Weine im Bericht sortiert erscheinen: nach Jahrgang, nach Weintyp oder gar nicht. Das ändert nichts am Inhalt, macht das Blatt aber deutlich schneller lesbar. Mit dem grünen Knopf unten rechts erzeugst Du die Datei – Du kannst sie jederzeit mit anderen Einstellungen neu ziehen.
3.2Export Datei zum Herunterladen
Zahlen aus dem Keller braucht man oft außerhalb von Vinou – für die Weinkontrolle, den Steuerberater oder einfach zum Nachrechnen in Ruhe. Über Export bekommst Du Deine Weine aus der Liste als Datei zum Herunterladen, so wie Du sie zuvor gefiltert hast.
Enthalten sind die Angaben, die Du zu Deinen Weinen erfasst hast – Bezeichnung, Jahrgang, Mengen und die weiteren Felder aus der Übersicht. Die Datei kannst Du in einem Tabellenprogramm öffnen, weiter sortieren und an andere weitergeben, ohne dass jemand dafür einen Zugang zu Vinou braucht.
Praktisch ist das auch als Momentaufnahme: Einmal im Jahr heruntergeladen, hast Du festgehalten, was zu diesem Zeitpunkt im Keller lag.
3.3Export (EDV) Datei zum Herunterladen
Ein Klick auf „Export (EDV)“ legt Dir Deine Weine als Tabelle auf den Rechner – mit den Angaben, die auch in der Übersicht stehen, also Bezeichnung, Jahrgang und den Werten zum jeweiligen Wein.
Gebraucht wird das immer dann, wenn die Zahlen woanders hin sollen: zur Weinkontrolle, an den Steuerberater oder in Deine eigene Tabelle, in der Du weiterrechnest. Auch als Sicherung außerhalb von Vinou ist so eine Datei nützlich.
4Aktionen an einem Eintrag
Ein Klick auf den Stift öffnet das Weinkonto und Du kannst die Angaben ändern: Bezeichnung, Jahrgang, Behälter und alles, was sonst zum Wein hinterlegt ist. Gelöscht wird dabei nichts – Deine bisherigen Arbeitsschritte, Messungen und Zugaben bleiben unverändert stehen.
Beachte: Was Du hier änderst, gilt sofort für den ganzen Verlauf des Weins und fließt auch in Deine Berichte und Kellerbücher ein. Korrekturen werden dabei nachvollziehbar festgehalten, wie es die Weinkontrolle verlangt. Solange ein Weinkonto abgeschlossen und archiviert ist, lässt es sich nicht mehr bearbeiten.
Ein guter Moment für den Stift ist immer dann, wenn sich im Keller etwas geändert hat – der Wein liegt in einem anderen Behälter oder die Bezeichnung steht endlich fest. So stimmt Deine Übersicht wieder mit dem überein, was unten tatsächlich im Tank liegt.
5Vorgang erfassen
Über den grünen Knopf "Vorgang erfassen" klappt eine Liste auf, die alle Arbeitsschritte enthält, die ein Wein im Lauf seines Lebens durchmacht – vom Einlagern der Ernte über Abstich, Verschnitt und Filtrierung bis zur Abfüllung und Freigabe. Jeder Eintrag wird mit Datum und Menge festgehalten und wandert direkt in den Zeitverlauf des Weinkontos.
Damit füllt sich Dein Kellerbuch nebenbei mit: Du trägst ein, was Du ohnehin gerade machst, und musst die Bücher später nicht mehr nachschreiben. Auch Schwund, Verlust oder Eigenverbrauch gehören dazu, damit die Mengen am Ende stimmen.
Welche Vorgänge sinnvoll sind, hängt vom Stand des Weins ab – die einzelnen Punkte findest Du weiter unten jeweils für sich erklärt.
5.1Messung
Oechsle geprüft, Temperatur abgelesen – in diesem Fenster wandert der Wert direkt auf das Weinkonto. Oben steht, um welchen Wein es geht, sodass Du nicht versehentlich beim falschen Tank landest.
Zwei Angaben musst Du machen: das Vorgangsdatum – es steht schon auf jetzt, Du kannst es aber zurückdatieren, wenn Du erst später eintippst – und den eigentlichen Messwert. Dazu wählst Du die Messgröße, etwa relative Dichte in °Oe, und trägst die Zahl daneben ein. Über "Messung hinzufügen" nimmst Du mehrere Werte in einem Rutsch auf, wenn Du ohnehin gerade am Tank stehst.
Das Feld für Anmerkung und Verwendung ist freiwillig. Nutze es für alles, was später wichtig sein könnte – wo genau gezogen wurde oder warum der Wert auffällt. Nach dem Speichern erscheint die Messung im Verlauf des Weins, sodass Du die Entwicklung über die Wochen ablesen kannst.
5.2Ernte
Mit der Ernte startet jedes Weinkonto: Du hältst fest, wie viel Most eingelagert wurde und in welchem Behälter er liegt. Damit hast Du von der ersten Minute an eine lückenlose Spur für Dein Herbstbuch – und musst später nichts mehr rekonstruieren.
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Vorgangsdatum, Mostgewicht in Oechsle, Zielbehälter und die Zugangsmenge in Litern sind Pflicht – ohne sie lässt sich der Vorgang nicht speichern.
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Mostsäure und die Belegnummer der Erntemeldung kannst Du auch später eintragen, wenn die Werte oder Papiere vorliegen.
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Beim Zielbehälter siehst Du direkt die aktuelle Füllung, etwa 899 von 10.000 Litern – so merkst Du sofort, ob der Tank die Menge noch fasst.
Kommt eine Anlieferung in mehrere Tanks, fügst Du über "Zielbehälter hinzufügen" einfach weitere Behälter an und verteilst die Liter. Unten im Feld Anmerkung / Verwendung notierst Du, was sonst noch wichtig ist – zum Beispiel die Lage oder den Lieferanten der Trauben.
5.3Weinzukauf
Kaufst Du Most oder Wein von außen zu, buchst Du den Zugang in diesem Fenster auf das Weinkonto, das oben schon eingetragen ist. So bleibt lückenlos nachvollziehbar, woher der Wein im Tank stammt – genau das, was die Weinkontrolle sehen will.
Zwei Angaben musst Du machen: das Vorgangsdatum und die Belegnummer, also zum Beispiel die Nummer der Begleitpapiere. Beim Lieferanten kannst Du nach Fassweinen suchen, die Dir ein anderer Betrieb freigegeben hat – dann übernimmt Vinou die Angaben, statt dass Du sie abtippst. Den Einkaufspreis trägst Du netto oder brutto ein, den jeweils anderen Wert rechnet Vinou mit dem gewählten Steuersatz aus.
Mostgewicht, Mostsäure und Alkoholgehalt sind freiwillig. Liegt die Analyse noch nicht vor, lass die Felder leer und trag die Werte später als Messung nach – der Zukauf ist trotzdem sauber gebucht.
5.4Entschleimung
Nach dem Pressen setzt sich der Trub ab, und nur der klare Most soll weiter. Genau diesen Schritt hältst Du in diesem Fenster fest – das Weinkonto steht schon oben, so weißt Du jederzeit, welcher Wein gerade auf dem Tisch liegt.
Pflicht sind das Vorgangsdatum und der Zielbehälter samt Zugangsmenge. Den Quellbehälter wählst Du aus der Liste darunter; dort siehst Du gleich, wie viel drin ist und wie viel der Tank fasst – so buchst Du nichts in einen zu kleinen Behälter. Der Abgang und die Trubmenge ergeben sich aus Deinen Angaben.
Verteilst Du den klaren Most auf mehrere Tanks, fügst Du über den runden Knopf einen weiteren Zielbehälter hinzu. Sobald Du gespeichert hast, erscheint die Entschleimung im Verlauf des Weinkontos – nachträglich korrigieren kannst Du sie, solange der Wein nicht abgeschlossen ist.
5.5Filtrierung
Nach dem Filtern hat sich zweierlei geändert: Der Wein liegt woanders, und es ist etwas weniger geworden. Genau das hältst Du in diesem Fenster fest. Oben steht das Weinkonto, um das es geht – im Beispiel 210833 Riesling Schlösschen aus 2021.
Ohne diese Angaben lässt sich der Vorgang nicht speichern: das Vorgangsdatum, der Zielbehälter und die Menge, die dort ankommt. Den Quellbehälter wählst Du aus der Liste der Behälter, in denen dieser Wein gerade liegt – Vinou zeigt Dir dazu den Füllstand, damit Du nicht raten musst. Der Abgang ergibt sich daraus.
Passt der Wein nicht in einen einzigen Behälter, fügst Du über das Plus einen weiteren Zielbehälter hinzu und teilst die Menge auf. Was zwischen Abgang und Zugang übrig bleibt, weist Vinou als Reststoffe aus – so stimmt Deine Bilanz auch dann, wenn beim Filtern etwas verloren geht.
5.6Umlagerung
Ob Du einen Tank leerst, den Inhalt aufteilst oder mehrere Gebinde zusammenlegst: Mit der Umlagerung buchst Du die Bewegung auf dem Weinkonto, das oben im Fenster steht. So bleibt jederzeit nachvollziehbar, welcher Wein gerade in welchem Behälter liegt – und die Weinkontrolle findet das auch ohne Suchen im Kopf.
Pflicht sind vier Angaben: das Vorgangsdatum, der Quellbehälter mit der Menge, die abgeht, sowie der Zielbehälter mit der Menge, die dort ankommt. Beim Suchen der Behälter siehst Du gleich den aktuellen Füllstand, hier etwa 899 von 10.000 Litern – damit merkst Du sofort, ob der Zielbehälter überhaupt reicht.
Verteilst Du den Wein auf mehrere Gebinde, fügst Du über "Zielbehälter hinzufügen" einen weiteren hinzu und trägst je Behälter die Menge ein. Weiter unten hast Du Platz für eine Anmerkung oder den Verwendungszweck – die kannst Du auch später noch nachtragen, solange das Weinkonto nicht abgeschlossen ist.
5.7Abstich
Wenn Du den Wein vom Geläger ziehst, hältst Du das in diesem Fenster fest. Oben steht das Weinkonto, um das es geht – im Beispiel 210833 Riesling Schlösschen. Das Vorgangsdatum ist vorbelegt mit dem aktuellen Zeitpunkt; hast Du den Abstich erst später eingetragen, stellst Du es einfach zurück.
Pflicht sind Quell- und Zielbehälter samt Abgang und Zugang in Litern. Beim Suchen der Behälter siehst Du direkt den Füllstand – im Beispiel 899 von 10.000 Litern –, so greifst Du nicht versehentlich zum falschen Tank. Der Unterschied zwischen Abgang und Zugang ergibt den Trubverlust, den Du damit gleich sauber dokumentiert hast.
Verteilst Du den Wein auf mehrere Gebinde, fügst Du über "Zielbehälter hinzufügen" weitere Ziele an. Unter Anmerkung / Verwendung kannst Du notieren, was Dir später weiterhilft – etwa warum abgestochen wurde. Nach dem Speichern erscheint der Abstich mit Datum im Verlauf des Weinkontos.
5.8Verschnitt
Aus zwei Partien wird eine: Mit dem Verschnitt gibst Du den Wein einem Verschnittpartner in Deinem Keller hinzu. Oben steht, um welches Weinkonto es geht – im Beispiel 210833 Riesling Schlösschen (2021). Was Du hier einträgst, landet direkt im Verlauf dieses Kontos, sodass Du später jederzeit nachvollziehen kannst, woraus die Cuvée entstanden ist.
Pflicht sind vier Angaben: das Vorgangsdatum, der Quellbehälter mit der Abgangsmenge in Litern und der Zielbehälter mit der Zugangsmenge. Bei der Behältersuche siehst Du direkt den aktuellen Füllstand – im Beispiel 899 l von 10.000 l. So erkennst Du auf einen Blick, ob im Zielbehälter noch genug Platz ist. Wichtig: Der Zielbehälter muss bereits in Verwendung sein.
War eine der Partien angereichert, wird das automatisch mitgenommen – die Cuvée gilt dann ebenfalls als angereichert, ganz ohne zusätzliches Häkchen. Solange das Weinkonto noch nicht abgeschlossen ist, kannst Du einen Eintrag nachträglich korrigieren; jede Korrektur wird sauber festgehalten, wie es die Weinkontrolle verlangt.
5.9Eigenverbrauch
Wein, der nicht verkauft wird, aber trotzdem aus dem Tank verschwindet, buchst Du als Eigenverbrauch ab. So bleibt Dein Weinkonto stimmig, und bei einer Kontrolle ist nachvollziehbar, wo die Menge geblieben ist.
Zwei Angaben musst Du machen: das Vorgangsdatum – es ist bereits mit dem heutigen Tag vorbelegt, Du kannst es aber zurückdatieren – und den Abgang in Litern. Das Weinkonto steht oben schon fest. Beim Quellbehälter siehst Du den Füllstand, hier 899 von 10.000 Litern; entnimmst Du aus mehreren Gebinden, fügst Du über das Plus einen weiteren hinzu.
Das Feld Verwendung ist freiwillig, lohnt sich aber: Eine kurze Notiz wie „Verkostung Hoffest“ oder „Personal“ hilft Dir später, den Eintrag ohne Nachdenken einzuordnen.
5.10Schwund
Nicht jeder Liter, der fehlt, wurde verkauft oder umgefüllt. Was durch Verdunstung, Leckagen oder Reste beim Umziehen verloren geht, buchst Du als Schwund ab. So bleibt der Bestand im Tank mit dem, was wirklich drin ist, im Einklang – und Dein Weinbuch stimmt bei der nächsten Kontrolle.
Drei Angaben braucht der Eintrag: das Datum des Vorgangs, den Behälter, aus dem die Menge fehlt, und den Verlust in Litern. Das Weinkonto steht schon oben, Du bist ja aus dem passenden Wein hereingekommen. Beim Behälter siehst Du den aktuellen Füllstand mitangezeigt, damit Du Dich nicht vertust. Verteilt sich der Schwund auf mehrere Gebinde, holst Du Dir über "Quellbehälter hinzufügen" eine weitere Zeile dazu.
Das Feld für Anmerkung und Verwendung darunter ist freiwillig. Eine kurze Notiz – etwa "undichte Verschraubung" oder "Rest beim Filtern" – hilft Dir später, wenn Du wissen willst, wo die Mengen geblieben sind. Nachtragen kannst Du sie, solange der Wein noch nicht abgeschlossen ist.
5.11Verlust
Der Verlust bucht die fehlende Menge vom Weinkonto ab, damit Dein Bestand im Programm dem entspricht, was tatsächlich im Keller liegt. Oben steht bereits, um welchen Wein es geht – im Beispiel das Konto 210833, Riesling Schlösschen 2021.
Zwei Angaben musst Du machen: das Vorgangsdatum, das mit dem heutigen Tag vorbelegt ist, und die verlorene Menge in Litern. Dazu wählst Du den Behälter aus, aus dem die Liter fehlen; der Balken zeigt Dir den aktuellen Füllstand, hier 899 von 10.000 Litern. Betrifft der Verlust mehrere Gebinde, holst Du Dir über "Quellbehälter hinzufügen" weitere dazu.
Das Feld für Anmerkung und Verwendung ist freiwillig, lohnt sich aber: Ein kurzer Vermerk wie "Bruch beim Umlagern" erspart Dir später das Rätselraten – und bei einer Kontrolle kannst Du erklären, wo die Menge geblieben ist.
5.12Abfüllung
Die Abfüllung schließt den Weg im Keller ab: Der Wein verlässt den Tank und liegt danach als Flaschenware vor. Oben steht das Weinkonto, das abgefüllt wird, darunter trägst Du das Vorgangsdatum ein – das ist Pflicht, weil es später im Kellerbuch die Reihenfolge bestimmt.
Beim Quellbehälter suchst Du den Tank, aus dem gezogen wird; der Balken zeigt Dir gleich, wie viel darin liegt. Der Abgang in Litern ist Pflicht, ebenso Flaschengröße und Anzahl der Flaschen. Wird aus mehreren Tanks abgefüllt, fügst Du über das Plus einfach einen weiteren Quellbehälter hinzu.
Die Belegnummer, etwa Deine Chargennummer, und die Anmerkung darfst Du frei lassen und später nachtragen. Es lohnt sich aber: Kommt eine Rückfrage zu einer Charge, findest Du damit sofort die passende Abfüllung wieder.
5.13Fassweinfreigabe
Verkaufst Du Wein im Fass, muss er trotzdem aus dem Keller heraus und in die Verkaufsverwaltung hinein. Genau das macht die Fassweinfreigabe: Sie bucht die Menge vom Weinkonto ab und legt sie als verkaufsfähigen Fasswein an – ohne Abfüllung, ohne doppelte Erfassung.
Pflicht sind zwei Angaben: das Vorgangsdatum und der Fasswein, auf den freigegeben wird. Den Fasswein kannst Du aus Deinem Bestand auswählen, neu anlegen oder automatisch aus dem Weinkonto erzeugen lassen – dann werden Bezeichnung und Angaben übernommen und Du sparst Dir die Tipparbeit.
Beim Quellbehälter suchst Du den Tank, aus dem der Wein stammt; der Balken zeigt Dir Füllstand und Fassungsvermögen, und die Abgangsmenge in Litern ergibt sich daraus. Eine Anmerkung zur Verwendung ist freiwillig – sie hilft aber später, wenn Du wissen willst, an wen oder wofür die Partie gegangen ist.
5.14Flaschenweinfreigabe
Abgefüllt ist noch nicht verkauft: Erst mit der Flaschenweinfreigabe wandert die Ware aus dem Keller in Deine Verkaufsverwaltung – von da an kannst Du sie Kunden anbieten, in den Shop stellen und auf Rechnungen setzen.
Das Weinkonto oben steht schon fest, es ist der Wein, aus dem Du gerade kommst. Vier Angaben brauchst Du: das Vorgangsdatum, die Abfüllung, auf die Du Dich beziehst, die Anzahl Flaschen und den Verkaufswein selbst. Beim Verkaufswein hast Du die Wahl – Du legst ihn automatisch aus dem Weinkonto an, suchst einen bestehenden heraus oder erstellst über das Plus einen neuen mit eigener Beschreibung und Bild.
Die Anmerkung darunter ist freiwillig. Nutz sie für Notizen, die Du später noch brauchen könntest, etwa wofür eine Teilmenge gedacht ist. Nachtragen oder korrigieren kannst Du das, solange das Weinkonto noch nicht abgeschlossen ist.
5.15Tresterverwertung
Was nach dem Pressen im Korb bleibt, muss auch buchhalterisch irgendwohin. Über die Tresterverwertung hältst Du fest, wie viel Trester bei einem Weinkonto angefallen ist und was damit passiert ist – damit Du bei einer Kontrolle den Verbleib lückenlos nachweisen kannst.
Das Weinkonto steht bereits oben und stammt aus dem Wein, den Du geöffnet hast. Ausfüllen musst Du drei Dinge: das Vorgangsdatum, die Menge in Kilogramm und die Verwendung – etwa „im Weinberg als organischer Dünger ausgebracht“ oder die Abgabe an eine Brennerei. Alle drei sind Pflicht, ohne sie lässt sich der Eintrag nicht speichern.
Das Datum steht auf dem aktuellen Zeitpunkt, Du kannst es aber zurückdatieren, wenn Du den Vorgang erst später nachträgst. Nach dem Speichern über das Symbol unten rechts erscheint der Eintrag im Verlauf des Weins – so bleibt neben Messungen, Umlagerungen und Stoffzugaben auch der Trester an seinem Platz in der Zeitleiste.
5.16Jahresabschluss
Irgendwann ist ein Wirtschaftsjahr durch – dann setzt Du mit dem Jahresabschluss einen Schlusspunkt unter das Weinkonto. Alle Vorgänge, die bis dahin darauf gebucht sind, werden festgeschrieben und lassen sich danach nicht mehr ändern. Deshalb lohnt sich vorher ein prüfender Blick auf den Verlauf: Stimmen Messungen, Zugaben und Umlagerungen, sparst Du Dir späteren Ärger mit der Weinkontrolle.
Das Weinkonto steht oben schon fest – Du siehst Nummer, Wein und Jahrgang und weißt so sicher, dass Du das richtige erwischt hast. Ausfüllen musst Du nur das Vorgangsdatum; es legt fest, zu welchem Stichtag der Abschluss gilt.
Das Feld für Anmerkung und Verwendung ist freiwillig. Trag dort ein, was später niemand mehr aus den Zahlen herauslesen kann – etwa wofür der Restbestand gedacht war. Mit dem Speichern-Knopf unten rechts schließt Du den Vorgang ab.
6Stoffzugabe
Kalken, schwefeln, anreichern, süßen – was Du dem Wein zusetzt, muss dokumentiert sein. Über das blaue Feld „Stoffzugabe“ öffnet sich eine kurze Liste mit allen Behandlungsarten, und Du wählst genau die aus, die Du gerade durchgeführt hast.
Der Vorteil: Jede Art hat ihre eigene Maske mit den Angaben, die das Kellerbuch dafür verlangt – Du musst Dir also nicht merken, was jeweils einzutragen ist. Verbrauchte Mengen werden gleich von Deinem Stoffbestand abgezogen, und der Eintrag erscheint im Verlauf des Weinkontos.
Was die einzelnen Punkte im Detail bedeuten und welche Felder dort auf Dich warten, erfährst Du in den folgenden Abschnitten.
6.1Anreicherung
Reicht das Mostgewicht nicht, wird nachgeholfen – und genau das hältst Du in diesem Fenster fest. Das Weinkonto steht schon oben, Du ergänzt das Vorgangsdatum und die beiden Zuckerwerte: von welchem Gehalt in Gramm je Liter Du kommst und auf welchen Du gehst. Beides ist Pflicht, weil daraus später die Nachweise für die Weinkontrolle entstehen.
Darunter wählst Du den Stoff aus Deinem Bestand und trägst die Menge ein. Die Menge wird automatisch von der ältesten Charge abgezogen – Dein Stofflager bleibt so ohne Zutun aktuell. Zielbehälter und die zugegebene Menge in Litern gehören ebenfalls dazu, damit der Zugang beim richtigen Tank landet und Dein Bestand stimmt.
Sobald Du gespeichert hast, erscheint der Vorgang im Verlauf des Weins und wird automatisch als Anreicherung markiert. Diese Kennzeichnung nimmt Vinou bei einem späteren Verschnitt mit – Du musst also nirgends von Hand ein Häkchen setzen. Solange das Weinkonto nicht abgeschlossen ist, kannst Du einen Eintrag noch korrigieren; die Änderung wird sauber festgehalten.
6.2Säuerung
Fällt die Analyse säurearm aus, hilfst Du mit Wein- oder Milchsäure nach – und genau diese Zugabe hältst Du hier fest, damit sie im Kellerbuch sauber belegt ist. Das Weinkonto ist schon gesetzt, Du ergänzt Datum und Uhrzeit des Vorgangs.
Wichtig sind die Werte darunter: der Säuregehalt vor der Zugabe und der Wert, auf den Du kommen willst. Dazu wählst Du den Stoff aus Deinem Bestand und trägst die Menge ein – die wird automatisch von der ältesten Charge abgezogen, sodass Dein Stofflager ohne Zutun stimmt.
Zum Schluss legst Du den Zielbehälter fest und wie viele Liter dort zugehen. Alle Felder mit dem Hinweis „Pflichtfeld“ brauchst Du zum Speichern; hast Du Dich vertan, kannst Du den Eintrag später korrigieren, solange das Weinkonto noch nicht archiviert ist.
6.3Entsäuerung
Schmeckt ein Wein zu spitz, wird die Säure abgebaut – und dieses Fenster hält fest, wie viel Du wovon weggenommen hast. Oben steht das Weinkonto, um das es geht, darunter das Datum des Vorgangs. Beides gehört zwingend dazu, damit die Weinkontrolle den Eingriff später nachvollziehen kann.
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Säuregehalt von / auf: der Wert vor und nach der Behandlung, in Gramm je Liter
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Stoff und Menge: das eingesetzte Entsäuerungsmittel – die Menge wird automatisch von der ältesten Charge Deines Bestands abgezogen, Du musst also nichts nachtragen
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Zielbehälter und Zugang: wohin der entsäuerte Wein läuft und wie viele Liter dort ankommen
Alle Felder mit dem Hinweis „Pflichtfeld“ musst Du ausfüllen, sonst lässt sich der Vorgang nicht speichern. Danach erscheint die Entsäuerung im Verlauf des Weins – so siehst Du auch Monate später noch, wann Du eingegriffen hast und mit welchem Ergebnis.
6.4Stoffzugabe
Bentonit, Hefe, Schwefel – sobald etwas in den Tank geht, gehört es aufs Weinkonto. Über dieses Fenster buchst Du die Zugabe direkt auf den Wein, der oben schon eingetragen ist. So bleibt lückenlos nachvollziehbar, was Dein Wein bekommen hat, und Du bist bei einer Kontrolle auskunftsfähig.
Pflicht sind nur drei Angaben: das Vorgangsdatum, der Stoff und die Menge. Den Stoff wählst Du aus Deinen hinterlegten Zugabestoffen – die verbrauchte Menge zieht Vinou automatisch von der ältesten Charge ab, Du musst Deinen Lagerbestand also nicht getrennt nachführen.
Alles Weitere kannst Du ergänzen, wenn Du es brauchst: Über Zielbehälter hinzufügen hältst Du fest, in welchen Tank die Zugabe ging, und im Feld darunter notierst Du Anmerkung oder Verwendung – hilfreich, wenn Du später wissen willst, warum Du damals so entschieden hast. Nach dem Speichern erscheint der Eintrag im Verlauf des Weins.
6.5Alkoholzusatz
Wird ein Wein aufgespritet, steigt der Alkoholgehalt und die Menge im Behälter nimmt zu. Beides schreibst Du in diesem Fenster fest, damit Dein Weinkonto den tatsächlichen Ausbau abbildet und bei einer Kontrolle nachvollziehbar bleibt.
Oben steht das Weinkonto, auf das gebucht wird. Ohne diese Angaben geht es nicht weiter: das Vorgangsdatum, der verwendete Stoff und die Zugangsmenge in Litern beim Zielbehälter. Die entnommene Stoffmenge wird automatisch von der ältesten Charge Deines Bestands abgezogen – Du musst also nichts doppelt abschreiben.
Den Alkoholgehalt trägst Du als „Von“ und „Auf“ ein, so ist später erkennbar, wie weit Du gegangen bist. Liegt Dir der genaue Wert noch nicht vor, weil die Analyse aussteht, kannst Du ihn später nachtragen – solange der Wein noch nicht abgeschlossen ist, lässt sich der Eintrag korrigieren, und jede Änderung wird sauber protokolliert.
6.6Süßung
Soll ein Wein noch etwas Restsüße bekommen, trägst Du die Süßung in diesem Fenster ein. Das Weinkonto steht schon fest – Du ergänzt das Datum des Vorgangs und den Zuckergehalt vorher und nachher in Gramm je Liter. So bleibt später nachvollziehbar, wie der Wein zu seiner Geschmacksrichtung gekommen ist.
Darunter wählst Du den Stoff und die Menge. Die Menge wird automatisch von der ältesten Charge Deines Bestands abgezogen, Du musst also nichts von Hand nachpflegen. Beim Zielbehälter suchst Du den Tank, in den der Wein geht, und gibst den Zugang in Litern an – damit stimmt der Füllstand im Behälter nach der Süßung wieder.
Alle Felder mit dem Hinweis „Pflichtfeld“ brauchst Du zum Speichern. Solange das Weinkonto noch nicht abgeschlossen ist, kannst Du einen Eintrag später korrigieren; die Änderung wird dabei so festgehalten, wie es die Weinkontrolle verlangt.
7Vinou Netzwerk
Nicht alles endet im eigenen Keller – manches geht raus, an einen Käufer oder ins Labor. Genau dafür ist das Vinou Netzwerk beim jeweiligen Weinkonto da: Du wählst den Wein aus und gibst ihn entweder zum Fassweinverkauf frei oder schickst eine Probe als Analyseauftrag auf den Weg.
Beides startet direkt aus dem Weinkonto heraus, sodass Menge, Jahrgang und Bezeichnung schon feststehen und Du nichts doppelt eintippen musst. Was die beiden Punkte im Einzelnen bewirken, steht in den folgenden Abschnitten.
7.1Fassweinverkauf
Kauft ein Kollege Dir Fasswein ab und arbeitet ebenfalls mit Vinou, kannst Du die Partie direkt an ihn übergeben. Dein Weinkonto steht schon oben im Fenster – darunter suchst Du das Weingut, das den Wein bekommt. Sobald Dein Gegenüber den Vorgang als Fassweinzukauf bestätigt, ist der Übertrag auf beiden Seiten sauber dokumentiert.
Pflicht sind der Empfänger, der Quellbehälter und die Menge in Litern. Vinou zeigt Dir beim Behälter gleich an, wie viel darin liegt – so verkaufst Du nicht versehentlich mehr, als da ist. Der Abgang wird vom Bestand abgezogen, Du musst also nichts nachtragen.
Den Verkaufspreis kannst Du netto oder brutto eintragen, dazu den Steuersatz. Diese Angaben sind kein Muss – wenn Preis und Konditionen noch nicht feststehen, überträgst Du den Wein trotzdem und ergänzt die Zahlen später bei der Abrechnung.
7.2Analyseauftrag
Der Analyseauftrag verbindet die Flasche, die Du wegbringst, mit dem passenden Weinkonto – so weißt Du später genau, zu welcher Partie ein Ergebnis gehört. Oben steht das Weinkonto, aus dem die Probe stammt, hier das Weinkonto 210833 Riesling Schlösschen aus 2021.
Pflicht sind das Vorgangsdatum, das Labor, das Du aus dem Vinou-Netzwerk auswählst, sowie der Quellbehälter mit der entnommenen Menge in Litern. Der Behälter zeigt Dir dabei gleich seinen aktuellen Füllstand, damit Du den Abgang richtig einschätzt. Über "Quellbehälter hinzufügen" nimmst Du weitere Behälter dazu, wenn die Probe aus mehreren stammt.
Um die Auftragsnummer musst Du Dich nicht kümmern – die vergibt Vinou selbst, sobald der Auftrag steht. Sie taucht später auf dem Aufkleber mit QR-Code auf, den Du an die Probe hängst, damit im Labor nichts vertauscht wird.